Montag, 20. September 2010

Marktanalyse

Wirtschafts News

USD - Positive US-Daten erhöhen Risikoneigung und schwächen Dollar

In der letzten Handelswoche verzeichnete der US-Dollar überwiegend Kursverluste gegen übrige Hauptwährungen. 400 Punkte Kursverlust verbuchte der Greenback dabei gegen den Euro. EUR/USD handelt aktuell erneut über der Marke von 1,3000. Auch zum Pfund Sterling gab der USD um nahezu 200 Punkte nach.

Das Anlegervertrauen in die US-Wirtschaft und ihr Erholungspotenzial wurde insbesondere von positiven Konjunkturdaten aus den USA gestützt. Die guten US-Konjunkturdaten wecken die allgemeine Risikobereitschaft der Anleger am Devisenmarkt. Aktuellen US-Arbeitsmarktdaten zufolge ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Vergleich zur Vorwoche auf den niedrigsten Stand in den letzten zwei Monaten gesunken. Darüber hinaus lag der Kapitalzufluss in die USA im Juli mit $61,2 Mrd. weit über den Konsensschätzungen von $42,0 Mrd. Gerade der TIC-Bericht zu den langfristigen Nettokapitalzuflüsse wird als positives Signal gedeutet, da die USA einen hohen Zufluss an Kapital benötigen, um ihr Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren. Durch freundlich aufgenommene Konjunkturdaten legten auch wichtige Aktien-Indizes weltweit zu. Der Risikoappetit ist also tendenziell am steigen.

Wichtigster Indikator aus den Vereinigten Staaten in dieser Woche ist das für Dienstag um 20:15 Uhr erwartete Ergebnis der Sitzung des US-Offenmarktausschusses FOMC der US-Notenbank Federal Reserve. Dabei berät der US-Offenmarktausschuss unter anderem über den so genannten Fed-Funds-Zielsatz, den Leitzins der US-Notenbank. Analysten zufolge wird die Fed ihren Zinssatz unverändert bei 0,25% belassen. Sollte die US-Notenbank jedoch mit einer Zinsanhebung überraschen, können sich ganz neue Marktentwicklungen ergeben.


EUR - Euro gewinnt auf ganzer Linie

In der letzten Woche verbuchte der EUR gegenüber den Hauptgegenwährungen fast ausschließlich Kursgewinne. Dabei wertete die Gemeinschaftswährung um nahezu 400 Punkte gegen den USD und um fast 600 Punkte zum Japanischen Yen auf. Darüber hinaus zog EUR/GBP um über 100 Punkte an. Die EUR-Kursgewinne ergaben sich trotz enttäuschender Konjunkturdaten aus der Eurozone. Dabei spielten Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen eine bedeutende Rolle. Seine Einschätzungen stützt das ZEW auf eine Umfrage unter rund 350 Analysten und institutionellen Anlegern, die die konjunkturellen Aussichten für die nächsten sechs Monate in Deutschland einschätzen. Der entsprechende Index brach im September von +14,0 Zähler auf -4,3 Punkte ein. Der ZEW-Indikator fiel somit auf den niedrigsten Stand seit Februar 2009. Trotz der deutlichen Wirtschaftserholung in Deutschland verschlechtern sich die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten für die kommenden Monate.

Der EUR war jedoch nicht unterzukriegen und wertete im Wochenverlauf weiter auf. Die Stimmungsaufhellung unter den Finanzmarktteilnehmern nahm ihren Lauf, so Börsianer.

In der anstehenden Woche stehen wieder einige wichtige Veröffentlichungen von Konjunkturindizes auf der Wirtschaftsagenda der Eurozone. Besonders aufmerksam gilt es am Donnerstag zu sein. An diesem Handelstag werden zahlreiche marktbewegende Indikatoren aus Deutschland und Frankreich erwartet. Die Prognosen der Experten fallen eher trüb aus. Sollten diese jedoch von den Ergebnissen übertroffen werden, wird sich der EUR voraussichtlich weiter gegen die Hauptwährungen durchsetzen können.


JPY - Japans Intervention hat erfolg - Yen wertet ab

Zum ersten Mal seit dem Jahre 2004 intervenierte die Bank of Japan in der vergangenen Handelswoche am Devisenmarkt und werte sich mit Yen-Verkäufen in Milliardenhöhe erfolgreich gegen den fortwährend steigenden Yen-Kurs.

Damit löste die Japanische Regierung am Mittwoch einen regelrechten Yen-Kurssturz aus. Der JPY sackte zum USD um 250 Punkte ab, so dass sich USD/JPY von seinem zuvor erreichten 15-Jahrestief erholte. Die zuletzt kräftige Aufwertung des Yen belastet die japanische Wirtschaft zunehmend. Für den vom Export stark abhängigen Staat entstehen so deutliche Wettbewerbsnachteile, denn die Yen-Stärke verbilligt Importe und drückt das Preisniveau. Medienberichten zufolge belief sich die Intervention der Japaner auf über 2.000 Mrd. Yen (rund 18 Mrd. Euro).

Tokio hält sich weitere Schritte in den kommenden Tagen offen. Japanische Unternehmen hoffen, dass Japans Finanzminister Yoshihiko Noda grünes Licht für zusätzliche Yen-Käufe und USD-Verkäufe geben wird. Dementsprechend gehen Marktbeobachter von anhaltend starken Wechselkursschwankungen am Markt aus. Japans Ministerpräsident Naoto Kan erklärte, er werde, wenn nötig, weitere Schritte unternehmen. Wird die Bank of Japan auch in dieser Woche intervenieren?


Technische News

EUR/USD
Seit der Notierung oberhalb des Preisniveaus von 1,3000 weisen die technischen Indikatoren dieses Paares einstimmige Anzeichen einer Preiskorrektur nach unten auf. Das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic der Tages-Chart über den Widerstand deutet darauf, das eine Abwärtsbewegung unmittelbar bevorsteht. Auch der Relative Strength Index (RSI) der 8-Stunden-Chart hat sich über dem 70-Level eingefunden und signalisiert, dass Abwärtsdruck besteht. Händler können heute bevorzugt bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse setzen.

GBP/USD
Dieses Paar lässt keine eindeutigen Tendenzen erkennen. Die technischen Indikatoren für GBP/USD geben unterschiedliche Signale aus. Während Relative Strength Index und Williams Percent Range der 8-Stunden-Chart das Paar im überkauften Bereich ausgeben, bewegt sich der Stochastic Slow derselben Chart im neutralen Bereich. Ähnliche Chart-Muster sind auf der Tages-Chart zu erkennen. Anleger sollten weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

USD/JPY
Nach dem Preissprung der letzten Woche, zeigen die technischen Indikatoren, dass sich der Preis für USD/JPY mittlerweile im überkauften Bereich eingefunden hat. Der Relative Strength Index (RSI) der 8-Stunden-Chart bewegt sich oberhalb des 80-Levels, also weit über dem oberen Widerstand. Die Williams Percent Range der Tages-Chart befindet sich derzeit an der -5 Marke. Alles oberhalb -20 kommt aufkommenden Abwärtsdruck gleich. Händlern empfiehlt es sich, heute auf fallende Kurse setzen.

USD/CHF
Die meisten Indikatoren dieses Paares bewegen sich momentan in neutralen Bereichen. Entsprechend sind künftige Tendenzen gegenwärtig nicht eindeutig. Anleger sollten hier weitere Entwicklungen zunächst abwarten. Eine Trendwende kann sich im weiteren Tagesverlauf einstellen.

Mittwoch, 15. September 2010

Marktanalyse

Wirtschafts News

USD - Dollar verliert gegen Hauptwährungen

Am Dienstag wertete der US-Dollar gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab. Zum Japanischen Yen markierte der Dollar bei 83 Yen ein 15-Jahrestief. Darüber hinaus fiel der USD bei einigen Währungspaaren unter technische Unterstützungsmarken, was viele USD-Händler beunruhigte. AUD/USD beispielsweise kletterte bis auf ein Hoch bei 0,9456, dem höchsten Stand seit Juli 2008, bevor leichte Kurskorrekturen einsetzen. Aktuell handelt das Paar bei 0,9370.Des Weiteren verzeichnete der US-Dollar Verluste, nachdem Volkswirte der Investmentbank Goldman Sachs im späten Morgenhandel in New York prophezeiten, dass die Notenbanker der Federal Reserve ihre Konjunktureinschätzung aufgrund der unübersichtlichen Konjunkturlage nach unten revidieren.Überraschend stark wiederum fiel der gestern veröffentlichte US-Einzelhandelsumsatz im Monat August aus. Nach Angaben des Handelsministeriums in Washington sind die Umsätze im Einzelhandel im Vormonatsvergleich um 0,4% gestiegen. Dies sei der größte Zuwachs in fünf Monaten. In den vergangenen zwei Monaten hatte sich im US-Einzelhandel ein Umsatzrückgang ergeben. Die positiven Daten konnten den Dollar jedoch nicht stützen. Anleger warten mit Spannung auf weitere wichtige Konjunkturindikatoren heute, um ihre Handelsstrategien zu bestimmen.Dabei stehen die folgenden zwei Veröffentlichung aus der US-Wirtschaft auf der Agenda, die besondere Wirkung auf die US-Währung zeigen könnten: 15:15 Uhr Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung (August) sowie 16:30 Uhr Rohöllagerbestände (Woche). Beide Indikatoren nehmen in der Regel großen Einfluss auf den USD-Kurs und lösen des Öfteren Kursschwankungen aus. USD-Anleger sollten die Märkte gut im Auge behalten. Hier könnten sich Gelegenheiten bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich nach Veröffentlichung der vorgenannten Wirtschaftsdaten ergeben werden.


EUR - EUR handelt zum Dollar nahe 1-Monatshoch

Der EUR wertete gestern gegen einen Großteil seiner Gegenwährungen auf und bewies damit, dass die europäische Einheitswährung für den Augenblick stabil ist und sich Anleger hier auf konstante Gewinne verlassen können. Die Währung der 16 Nationen baute ihre Kursgewinne gegen den USD am Dienstag aus und schloss angesichts eines umfassenden Dollar-Verkaufs bei 1,2980. Gegenüber dem JPY ließen sich ähnliche Kursbewegungen beobachten. Die europäische Währung notierte hier bei 109,90. Die Kursgewinne des EUR ergaben sich trotz überraschend positiver Zahlen zum US-Einzelhandelsumsatz im August, der den größten Zuwachs in fünf Monaten markierte. Dabei handelte die Gemeinschaftswährung auf hohem Niveau. Nach Überwindung des Bereichs $1,2920-30, der oberen Grenze der Handelsspanne seit August, war der Euro nicht mehr aufzuhalten und kletterte bis auf ein neues Monatshoch bei $1,3033. EUR/USD stieg im Tagesverlauf bis 1,3033 in der Spitze. Das Anlegervertrauen in die europäische Einheitswährung steigt, so Analysten. ‎Trotz höherer Rendite als im Juli, konnte Griechenland am gestrigen Dienstag bei einer Auktion von Geldmarktpapieren (kurzfristige) insgesamt €1,17 Mrd. Euro einnehmen. In den Handelstagen zuvor hatte die erfolgreich verlaufene Anleiheauktion in Portugal die europäische Anlegerstimmung bereits aufgehellt.


JPY - Yen klettert auf 15-Monatshoch zu USD

Japans Yen kletterte am Dienstag auf ein 15-Jahreshoch, nachdem der amtierende Ministerpräsident Naoto Kan eine Kampfabstimmung um das Amt des Parteivorsitzenden der Regierungspartei DPJ sowie des Ministerpräsidenten gegen seinen Herausforderer Ichiro Ozawa für sich entscheiden konnte. USD/JPY stürzte bis auf die Marke von 82,91, dem niedrigsten Stand seit 1995, bevor leichte Kurskorrekturen zu beobachten waren. Aktuell handelt das Paar um die Marke von 84,60.Seit Jahresbeginn wertet der Japanische Yen um mehr als 10% gegen den USD auf. Händler führen anhaltend enttäuschende US-Konjunkturdaten sowie fortwährend steigende US-Staatsanleihen als Ursache für die heftigen US-Dollar-Verluste an.Investoren sind über den jüngsten JPY-Kursanstieg besorgt, da dieser die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Produkte im Ausland mindert und somit dem Verkaufswert schadet. Die kontinuierliche Aufwertung zum Dollar lässt sich unter anderem auf die Rückführung von Einnahmen in Übersee durch japanische Unternehmen in die regionale Wirtschaft zurückführen. In Asien wird darauf verwiesen, dass Investoren sowohl Dollar wie auch Euro gegenüber der heimischen Währung JPY verkaufen.


Technische News

EUR/USD
Das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich eine Kurskorrektur nach oben ankündigt. Auch der Slow Stochastic der Tages-Chart kreuzt aufwärts und bestätigt diese Annahme. Kaufen könnte demnach eine gute Strategie für heute sein.


GBP/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar im überverkauften Bereich des RSI sowohl auf der Stunden- als auch auf der Tages-Chart. Dies könnte ein erstes Anzeichen für eine bevorstehende Aufwärtsbewegung sein. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart stützt diese Theorie, indem er mittlerweile aufwärts kreuzt. Auch hier könnte es eine gute Wahl sein, auf steigende Kurse zu setzen.


USD/JPY
Nach den starken Kursschwankungen gestern, scheint sich dieses Währungspaar etwas zu konsolidieren. Die meisten Oszillatoren geben den Preis für USD/JPY im neutralen Bereich aus. Das Momentum bewegt sich derzeit um die Nulllinie. Demnach könnte es heute richtig sein, deutlichere Zeichen erst einmal abzuwarten.


USD/CHF
Die Bollinger Bands auf der Stunden- und Tages-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Aktuell signalisiert das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass die nächste Bewegung für USD/CHF eine nach unten gerichtete Korrektur sein könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte somit die richtige Entscheidung für heute sein.

Dienstag, 14. September 2010

US-Dollar gegenüber japanischem Yen


US-Dollar gegenüber japanischem Yen – Weiterhin meiden, denn...

Rückblick: Der US-Dollar startete am Jahreshoch bei 95,00 JPY Anfang Mai gegenüber dem Yen eine Abwärtsbewegung, woraus sich in den letzten Wochen ein solider Abwärtstrend entwickelt hat. In der vergangenen Woche erreichte USD/JPY ein neues Jahrestief bei 83,34 JPY, womit der tiefste Stand seit Mitte 1995 bei 83,61 JPY markiert wurde.

Zwar stabilisiert sich das Währungspaar leicht auf tiefem Niveau, doch dominiert weiterhin der Abwärtstrend der letzten Monate. So lange der US-Dollar unterhalb des 2009er Tiefs bei 84,81 JPY notiert, bleibt das Chartbild durchweg bärisch zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Prinzipiell könnte eine weitere Abwertungswelle des US-Dollar gegenüber dem Yen direkt starten. Geht es auch nachhaltig unter die unterstützende Auffanglinie bei 82,80 JPY, wäre das Tief aus 1995 bei 79,80 JPY das nächste Ziel für die Bären.

Oberhalb von 87,00 JPY hingegen könnte eine Kurserholung bis 88,40 - 89,20 JPY starten. Erst oberhalb von 90,00 JPY entstehen aber kleine Kaufsignale, dann wird ein Kursanstieg bis ca. 95,00 JPY möglich.

Euro gegenüber US- Dollar


Euro gegenüber US-Dollar – Startet heute die nächste Rallystufe?

Rückblick: Der Euro markierte Anfang Juni bei 1,1877 USD ein Jahrestief, nachdem die Gemeinschaftswährung in den Monaten zuvor massiv abgewertet hatte gegenüber dem US-Dollar. Es folgte eine steile Kurserholung bis an die 1,3268 USD-Marke, wo EUR/USD Anfang August nach unten kippte. Seit dem läuft eine Konsolidierung, wobei sich EUR/USD seit zwei Wochen oberhalb von 1,2600 USD zu stabilisieren versucht. Heute schießt die Gemeinschaftswährung zum Wochenbeginn deutlich nach oben und bricht über den Widerstandsbereich bei 1,2770 - 1,2785 USD aus. Damit wechselt das sehr kurzfristige Chartbild wieder auf bullisch.

Charttechnischer Ausblick: Die Bären wurden Ende letzte Woche offensichtlich auf eine falsche Fährte gelockt. Der heutige Anstieg sollte nun der Auftakt für eine stärkere Aufwärtsbewegung sein, bis zum Widerstandsbereich bei 1,2910 - 1,2920 USD sollte EUR/USD jetzt ansteigen. Geht es schließlich per Stunden- und Tagesschluss über 1,2920 USD, wird ein Kaufsignal aktiv und steigende Kurse bis 1,3114 und 1,3268 - 1,3333 USD möglich. Oberhalb davon liegt bei 1,3802 USD der nächste Widerstand. Kurzfristige Rücksetzer an das Ausbruchslevel bei 1,2770 - 1,2785 USD wären problemlos möglich, idealerweise rutscht das Währungspaar aber nicht mehr signifikant darunter zurück. Kritisch wird es aber erst wieder unterhalb von 1,2730 USD. Dann könnten doch wieder die Bären übernehmen und der Euro bis zum Augusttief bei 1,2585 USD abrutschen lassen. Geht es schließlich auch per Stunden- und Tagesschluss unter 1,2585 USD, droht EUR/USD weiter bis zum nächsten Unterstützungsbereich bei 1,2429 - 1,2483 USD abzurutschen. Von dort aus bestehen gute Chancen auf den Start einer zweiten großen Erholungswelle.

Euro gegenüber australischem Dollar


Euro gegenüber australischem Dollar – So billig wie seit 1989 nicht mehr

Rückblick: Nach einer Abwertung von 34 % seit 2008 erreichte der Euro gegenüber dem australischen Dollar im Mai EUR/AUD das Tief aus 1997 bei 1,4202 AUD, welches nach kurzem Unterschreiten dann doch noch gehalten wurde. Ab Mai 2010 lief dann eine Stabilisierungsphase, wobei die Rallyschübe immer sehr tief abverkauft wurden.

Schließlich wurde de Tradingrange der letzten Monate als bärische Fortsetzungsformation im Abwärtstrend nach unten hin aufgelöst, der Euro rutscht gegenüber dem australischen Dollar auf den tiefstenStand seit 21 Jahren zurück.

Charttechnischer Ausblick: Weitere Kursverluste sollten in den kommenden Monaten folgen, EUR/AUD könnte noch weiter bis 1,3000 - 1,3100 AUD abwerten.

Kurzfristige Rücklaufe in Richtung Ausbruchslevel bei 1,3927 - 1,4050 AUD würden dieses bärische Szenario zunächst nicht abwenden. Erst eine Rückkehr über 1,4230 AUD per Tagesschluss würde eine deutlichere Kurserholung bis 1,4750 und darüber 1,4950 - 1,5050 AUD ermöglichen.

Dienstag, 7. September 2010

US-Dollar gegenüber Schweizer Franken


US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken - Weitere Abwertung einplanen...

Rückblick: Der US-Dollar markierte gegenüber dem Schweizer Franken Anfang Juni ein Jahreshoch bei 1,1724 CHF und prallte dort an der flacheren Abwärtstrendlinie nach unten hin ab. Es kam starker Verkaufsdruck auf, nach dem Bruch des zentralen Unterstützungsbereichs bei 1,0800 - 1,0900 CHF fiel das Währungspaar weiter bis auf ein Zwischentief bei 1,0400 CHF im Juli zurück.

Dort startete eine Seitwärtsbewegung in einem leicht fallenden Trendkanal, welche als bärisch Fortsetzungsformation im Abwärtstrend fungierte. Ende August rutschte USD/CHF aus diesem Kanal nach unten heraus. Die anhaltende Kursschwäche wirft ein sehr bärisches Licht auf das Währungspaar.

Charttechnischer Ausblick: Nach der trägen Bewegung seit Juli könnte nun weiterer Verkaufsdruck aufkommen und der US-Dollar eine beschleunite Abwärtsbewegung gegenüber dem Schweizer Franken bis 0,9900 - 0,9923 CHF vollziehen. Geht es auch nachhaltig unter 0,9900 CHF, rückt das Tief aus 2008 bei 0,9614 CHF in Reichweite.

Ein Tagesschluss oberhalb von 1,03600 hingegen könnte eine kurzfristige Erholung einleiten, bis 1,0540 und darüber ggf. 1,0780 - 1,0900 CHF könnte das Währungspaar dann ansteigen. Größere Kaufsignale entstehen erst oberhalb von 1,0900 CHF.

Britisches Pfund gegenüber US-Dollar


Britisches Pfund gegenüber US-Dollar - Jetzt eine Longchance?

Rückblick: Ausgehend vom bei 1,4234 USD im Mai vollzog das britische Pfund in den vergangenen Monaten gegenüber dem USDollar eine steile Kurserholung, welche zum Bruch der Abwärtstrends und der exp. GDL 200 (EMA200, rot) bei 1,5475 - 1,5535 USD führte. Auch die Widerstandsmarke bei 1,5800 USD wurde kurzzeitig überschritten und ein Rallyhoch bei 1,5997 USD markiert.

Anschließend startete eine Abwärtskorrektur, welche GBP/USD zurück bis an die mittlerweile zusammengelaufenen EMAs (EMA50, EMA200) zurückführte. Dort findet weiterhin eine Stabilisierung statt, die 1,5355 USD-Marke dient als gute Unterstützung. Das kurzfristige Chartbild ist neutral zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Ausgehend von der 1,5355 USD-Marke könnte das Pfund nun wieder nach oben blicken und aufwerten gegenüber dem US-Dollar. Bis in den Bereich bei 1,5700 und 1,5800 USD könnte sich GBP/USD jetzt erholen. Oberhalb von 1,5800 liegt am Rallyhoch bei 1,5997 USD das nächste Ziel.

Ein neues, großes Kaufsignal entsteht oberhalb von 1,6000 USD, dann wird eine Aufwärtsbewegung bis 1,6430 - 1,6450 und 1,7000 - 1,7150 USD möglich. Ein Tagesschluss unterhalb von 1,5350 USD hingegen würde das kurzfristige Bild leicht eintrüben und eine weitere Abwärtswelle bis zunächst 1,5100 - 1,5150 USD einleiten.

Sonntag, 5. September 2010

Marktanalyse

Wirtschafts News


USD - Dollar verliert gegen Euro und Yen

Die US-Währung hielt an ihren Kursverlusten vom Vortag auch am gestrigen Donnerstag fest. Dabei konnten den Greenback auch Optimismus versprechende Konjunkturdaten aus den USA nicht unterstützen.Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschten mit 472.000 Anträgen erneut positiv die Erwartung der Experten, die mit 478.000 Antragstellern gerechnet hatten. Darüber hinaus ist der Index zu den schwebenden Hausverkäufen im Juli um 5,2% gestiegen. Analysten hatten hingegen einen Rückgang von 1% prognostiziert. Die durchaus positiven Signale vom Immobilien- und Arbeitsmarkt beflügelten die US-Börsen, die am Donnerstag im Plus schlossen. Anleger erwarten mit Spannung den heute um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Arbeitsmarktbericht (Beschäftigung exklusive Landwirtschaft).


EUR - 2 Wochen Kursgewinne für EUR vor Einzelhandelsumsatz

In den vergangenen 2 Handelswochen konnte der Euro wiederholt Kursgewinne gegen den US-Dollar verbuchen.
Um 11:00 Uhr stehen heute aktuelle Zahlen zum Einzelhandelsumsatz in der Eurozone für Juli auf der Agenda. Experten erwarten zum 3. Monat in Folge einen leichten Anstieg bei den Umsätzen. Im Vormonat wurde ein Umsatzzuwachs von 0,2% gemessen, der auch im Einklang mit dem Ergebnis im Mai lag.

Zum Britischen Pfund Sterling handelte die europäische Gemeinschaftswährung gestern zunächst nahe eines neuen 3-Wochenhochs und rutschte am Freitagmorgen um 14 Punkte auf sein Tagestief bei 0,8311 ab. Jean-Claude Trichet erklärte gestern nach der Ratssitzung der EZB, dass die Konjunkturerholung in der Eurozone besser verläuft, als zu bislang angenommen. Die Europäische Zentralbank rechnet mit einer weiterhin moderaten Preisentwicklung. Die Leitzinsen blieben wie erwartet unverändert und liegen somit bei 1,00%.

Marktbeobachter sehen für die Konjunkturerholung im Euroraum eine Abhängigkeit vom Wachstum in Deutschland und Frankreich. Vorherrschende Ungleichgewichte nehmen zu, denn das Wachstum in übrigen Mitgliedstaaten ist nahezu nicht existent. Das nächste Kursziel beim Euro könnte bei $1,287, dem 38,2%-Fibonacci-Retracemen des letzten Abwärtstrends im August liegen, als der Euro von $1,3334 bis auf ein Rekordtief bei $1,2588 absackte. Entsprechend des aktuellen Erholungstrends der Einheitswährung ist ein neues Kursniveau jenseits von $1,30 denkbar. Der EUR kann sich gegenwärtig zwischen $1,2675 und $1,2627 stabilisieren.


JPY - Yen handelt nahe 15-Jahreshoch

Zum wiederholten Male baut der JPY seine Kursgewinne gegen den US-Dollar aus. Aktuell pendelt das Paar im Bereich der Marke von 84,40. Die nächste Unterstützung für das Paar USD/JPY befindet sich um 84,09. Die jüngste Aufwertung des Yen hat Politiker in Japan dazu veranlasst, eine direkte Intervention der Regierung einzufordern, um den Wert des Yen am offenen Markt zu mindern. Erst vergangene Woche hatte Japans Yen zum USD mit einer Notierung bei 83,58 ein neues Rekordhoch der letzten 15 Jahre markiert.EUR/JPY wiederum konnte sich in den letzten Handelstagen erholen und markierte ein Tageshoch bei 108,63. Ob das Paar weiterhin in Richtung 109-Widerstand klettert bleibt zunächst abzuwarten. Inzwischen arbeitet die japanische Regierung mithilfe der Bank of Japan gemeinsam gegen den starken Yen.


Technische News

EUR/USD

Auf der Tages-Chart ist die Bildung eines symmetrisches Triangle-Muster deutlich zu erkennen. Zwei von drei Eckpunkten haben sich bereits am 18. sowie 23. August herausgebildet. Dabei kennzeichnet die Neigung der Preishochs und -tiefs das Chart-Muster, die zusammenlaufend den Umriss eines symmetrischen Dreiecks bilden. Anhand von technischen Indikatoren lässt sich das Konsolidierungsmuster überprüfen. Die 20-Tage-Linie des Exponential-Moving-Average (EMA) ist bereits abgeflacht, während sich die Bollinger Bands verdichten und die Average True Range (14) einen Rückgang der Volatilität signalisiert. Händler könnten das Brechen des Dreiecks zunächst abwarten und den nächsten Widerstand beim August-Hoch um 1,2930 als neues Kursniveau definieren. Ein Sicherheits-Stopp könnte innerhalb des Dreieck-Abschnitts zum Schutz vor einem False-Breakout gesetzt werden.


GBP/USD

Aktuell findet dieses Währungspaar im Rahmen seines bisherigen Abwärtstrends Unterstützung bei der 100-Tage-Linie des Exponential-Moving-Average (EMA). Das Brechen und eine Unterschreitung dieser könnte GBP/USD bis auf die Unterstützung bei 1,5125 drücken. Der nächste Widerstand befindet sich an der abwärts gerichteten Trendlinie bei 1,5470.


USD/JPY

Trotz nachlassenden Kursverlusten, bleibt USD/JPY seinem Abwärtstrend weiter treu. Unterstützung ist beim Trendtief um die 83,60er Marke aufzufinden. Langfristig sind Kursniveaus um das Allzeit-Tief bei 79,70 nicht auszuschließen. Der nächste Widerstand befindet sich beim Tageshoch von letztem Montag bei 85,90.


USD/CHF

Der Abwärtsdruck für USD/CHF hält an, während sich der bestehende Abwärtstrend verstärkt. Langfristig gesehen dreht der 50, 100 sowie 200 Moving Average abwärts, was die vorherrschenden Abwärtstendenzen bestätigt. Für Händler könnte es sich heute auszahlen, auf fallende Kurse zu setzen. Die nächste Unterstützung liegt zunächst beim Mittwochstief bei 1,0065, gefolgt von der 1,0030er Marke.

Donnerstag, 2. September 2010

Marktanalyse

Wirtschafts News

USD - Dramatische Verluste gestern - neue Arbeitsmarktdaten heute

Auch am gestrigen Mittwoch standen die internationalen Märkte erneut unter starkem Einfluss von Stimmungen und Trends, die dem USD überwiegend Kursverluste gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen bescherten. Sowohl EUR/USD als auch GBP/USD machten dabei ca. 100 Punkte gut. Die meisten Federn musste der USD im volatilen Overnight-Geschäft lassen. Aus Indikatorensicht überraschte der am Mittwoch veröffentlichte ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe mit einem Indexstand deutlich über den Erwartungen der Experten. Wie das Institut for Supply Management (ISM) mitteilte, haben sich die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA im August deutlich verbessert. Der ISM-Index kletterte von 55,5 Punkten im Juli auf 56,3 Zähler, während sich die Prognosen auf einen Rückgang auf 52,9 Punkte beliefen. Das Ergebnis stand somit im Widerspruch zum enttäuschenden ADP-Report, der dem ISM-Index vorausgegangen war. Aktuell handelt das Paar EUR/USD um 1,2795, nachdem das Cross heute Morgen wieder um 15 Punkte nachgab. Ähnlich fiel GBP/USD seit gestern um 18 Punkte auf aktuell 1,5440.Abzuwarten bleibt, wie die Märkte heute auf folgende zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten aus den USA reagieren: 14:30 Uhr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche), 16:00 Uhr Ausstehende Hausverkäufe (Juli) und Auftragseingang Industrie (Juli). Sollten die Ergebnisse die Prognosen der Experten nicht enttäuschen, könnte sich die gegenwärtige Risikoscheu der Anleger etwas legen und den USD weiter belasten. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt zu richten. Ökonomen erwarten, dass die Zahl der Antragsteller auf Arbeitslosenhilfe um 3.000 auf 470.000 zurückgeht. Bereits in der Vorwoche hatte sich die Lage am US-Arbeitsmarkt deutlich verbessert, denn es stellten 31.000 Menschen weniger erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe als in der Woche zuvor.Händler sollten die morgige Veröffentlichung des NFP-Arbeitsmarktberichts im Hinterkopf behalten, der jeglichen vorlaufenden Trends schnell ein Ende setzen kann. In der Regel erhöht sich mit diesem viel beachteten Konjunkturindikator die Marktvolatilität erheblich und Trendwenden sind möglich.


EUR - Euro kann Gewinne heute ausbauen

Am gestrigen Mittwoch stützte eine erhöhte Risikobereitschaft am Markt die europäische Gemeinschaftswährung EUR, die im Tagesverlauf gegen übrige Hauptwährungen aufwerten konnte. Nicht nur zum US-Dollar, auch gegen Japans Yen und den Schweizer Franken verbuchte die Einheitswährung Kursgewinne.Das Währungspaar EUR/JPY zog am Mittwoch um 130 Punkte an, bevor sich im Overnight-Geschäft Kurskorrekturen nach unten einstellten. Aktuell handelt das Paar bei 107,60. EUR/CHF machte ebenfalls 100 Punkte an Boden gut und kann die Gewinne bislang behaupten. Das europäische Cross bewegt sich seit gestern Nacht um die Marke von 1,3015. Um 13:45 Uhr steht das Ergebnis der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda. Anleger warten mit Spannung auf die der Ratssitzung folgende Pressekonferenz um 14:30 Uhr. Analysten rechnen nicht mit einer Zinserhöhung, so dass der Leitzins voraussichtlich unverändert bei 1,00% verbleiben wird. Auch ein Zinsschritt würde nicht viel daran ändern, dass, aufgrund der relativen Schwäche des Euro und der Tatsache, dass der Dollar-Raum für internationale Anleger immer interessanter wird, derzeit nur wenige Händler dem Euro kurz- und mittelfristig Kursgewinne zutrauen.Am Vormittag veröffentlicht Eurostat zunächst um 11:00 Uhr aktuellen Daten zum BIP der Eurozone, 2. Quartal (2. Veröffentlichung) sowie zu den Erzeugerpreisen in der Eurozone für Juli.


JPY - Risikobereitschaft kann Yen-Kurs leicht drücken

Der Japanische Yen verzeichnete gestern mit einer spürbar nachlassenden Risikoscheu der Marktteilnehmer Verluste gegen einen Teil der übrigen Hauptwährungen. GBP/JPY kletterte im Laufe des Handelstages um insgesamt 100 Punkte in die Höhe und handelt aktuell um die Marke von 129,95. Zum Euro konnte der JPY einige Kursverluste im Overnight-Geschäft wieder ausgleichen. Entsprechend gab EUR/JPY wieder um 50 Punkte nach und notiert momentan bei 107,60.Auch gegenüber dem USD konnte JPY heute Morgen erneut zulegen. Das Währungspaar USD/JPY erreicht wieder ein Tief bei 84,05. JPY-Händler sollten ihr Augenmerk heute auf die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie auf die Ausstehenden Hausverkäufe (Juli) in den USA richten. Enttäuschende Ergebnisse könnten den jüngsten Risikoappetit wieder dämpfen, was dem Safe-Haven-Yen voraussichtlich weiter Auftrieb bringt.


Technische News

EUR/USD

Die Bollinger Bands der Stunden-Chart verdichten sich angesichts des aktuellen Konsolidierungstrends. Diesem vorausgehen könnten jedoch zunächst zusätzlich heftige Kursbewegungen. Die meisten Indikatoren dieses Paares schwanken daher im neutralen Bereich mit Ausnahme des Wochen-RSI, der signalisiert, dass der Preis des Paares jüngst in den überkauften Bereich gedreht hat. Es kündigen sich also erhöhte Kursschwankungen für EUR/USD an. Der RSI der Wochen-Chart sollte jedoch im Hinterkopf behalten werden, der langfristig auf Abwärtsdruck deutet. Entsprechend sind Short-Positionen bei diesem Paar derzeit zu bevorzugen.


GBP/USD

Seit 3 Wochen bewegt sich der Preis dieses Paares im überkauften Abschnitt des RSI der Wochen-Chart. Der Abwärtsdruck steigt tendenziell. Das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Wochen-Chart und die anschließende Abwärtsbewegung der Oszillatoren bestätigen diesen Trend. Hier könnte es heute richtig sein, zu verkaufen.


USD/JPY

Dieses Währungspaar ist mittlerweile unter sein 15-Jahrestief bei 85,00 gefallen und hat jüngst um weitere 80 Punkte nachgegeben. Die Indikatoren auf der Wochen-Chart signalisieren jedoch eine sich ankündigende Aufwärtskorrektur. Der Preis hat in den überverkauften Bereich des RSI auf der Wochen-Chart gedreht. Weitere Indikatoren deuten ebenfalls auf eine bevorstehende Bewegung in Richtung Norden. Langfristig scheint USD/JPY dennoch seinen allgemeinen Abwärtstrend beizubehalten.


USD/CHF

Aktuell scheint sich der Preis dieses Paares im überkauften Bereich des RSI auf der Wochen-, Tages- und 4-Stunden-Chart eingefunden zu haben. Dies kann als Zeichen für Abwärtsdruck gedeutet werden. Der Slow Stochastic der 4-Stunden- und Wochen-Chart kreuzt mittlerweile abwärts und bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte eine gute Strategie für heute sein.

Tradingtips

Erfahrungen eines Tradingprofis
Birger Schäfermeier

Mehrere Male im Jahr stellt sich Birger Schäfermeier der Herausforderung und tradet live vor Publikum. Aber auch in Seminaren, Workshops und vielen Vorträgen, handelt er live vor Publikum. Die Ergebnisse schwanken, aber nicht selten bleibt am Ende der Veranstaltung ein schöner Gewinn auf dem Konto.

Seiner Erfahrung nach darf er, ob im Büro, zu Hause oder beim Livetrading „KEINE ANGST HABEN, ZU VERLIEREN“. „Das ist zwar keine Garantie dafür, dass ich gewinne, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit am Ende des Tages mit dem Konto im Plus zu sein erheblich“ sagt Schäfermeier.

Angstfrei traden! Das klingt einfach, ist aber wie viele Trader wissen sehr schwer. Denn egal wie viel Geld wir haben, Verluste werden häufig als direkter Angriff auf das Selbstwertgefühl empfunden. Wer verliert, ist ein Versager. Diese Überzeugung ist meist in unserem Unterbewusstsein programmiert. Wer erfolgreich handeln will, muss nicht nur lernen, Verluste zu akzeptieren, sondern muss sich in einen Zustand bringen, in dem er keine Angst hat. Denn „Trading ist Selbstvertrauen. Nur wer Vertrauen in seine Fähigkeiten hat, kann selbstbewusst sein und nur wer sich selbst vertraut, hat keine Angst“ so Schäfermeier.

Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten lässt sich allerdings lernen. So setzt der Tradingprofi auf drei wichtige Eigenschaften, die beim Traden notwendig sind:
Beharrlichkeit, Selbsteinschätzung und Flexibilität.

Beharrlichkeit
Hindernisse müssen bewältigt werden, darum fürchten professionelle Trader keine Rückschläge denn sie wissen, dass ihr langfristiger Erfolg davon abhängig ist, wie Sie mit zwischenzeitlichen Niederlagen umgehen. „Zutrauen kann nur aus dramatischen Situationen entstehen“ meint Schäfermeier und „Nur wer es schafft sich Schwierigkeiten zu stellen und diese dann überwindet, kann echtes Zutrauen gewinnen“.

Birger Schäfermeier brauchte über sechs Jahre, um erfolgreich zu traden und dabei ging sein Konto mehre Male zu 100% in den Verlust. „Aber am Ende dieser sechs Jahre hatte ich gelernt, Loss-Serien zu durchbrechen, dramatische Drawdowns ohne emotionalen Schaden zu überstehen und zuversichtlich den nächsten Trade anzugehen.“ Diese Beharrlichkeit ist unbedingte Voraussetzung, um dauerhaft erfolgreich zu werden. Erfolgreiche Trader sind zuversichtliche Trader.

Exakte Selbsteinschätzung
Es ist ein fundamentales Gesetz, dass Menschen solche Arbeiten am erfolgreichsten erledigen, bei denen sie ihre Fähigkeiten exakt einschätzen können. Um dies leisten zu können müssen wir uns selbst kennen. Dazu meint der Profitrader, dass Trader zwar an die Grenzen ihrer Fähigkeiten gehen können und auch sollen, es aber unvernünftig wäre, dauerhaft über diese Grenzen zu gehen.
Ein Testen dieser Grenzen sei sinnvoll und erstrebenswert, um die Fähigkeiten zu stärken und auszuweiten. „Wer aber über seinen Fähigkeiten tradet, der wird zum einen ein hohes Stressniveau erleben, was wiederum die Aufgabe erschwert und zum anderen zu viele negative Feedbacks erhalten, die das Zutrauen schwächen.“

Flexibilität
Es bringt nichts, ein Hindernis 100mal auf die gleiche Art und Weise überwinden zu wollen. Wenn Trader auf Schwierigkeiten stoßen, sei laut Schäfermeier die Kreativität gefragt. „Wir müssen flexibel sein und uns der Situation anpassen. Probieren Sie neue Möglichkeiten aus und reagieren Sie unterschiedlich auf die Hindernisse.

Versuchen Sie herauszufinden, was die beste Methode ist, um mit Schwierigkeiten fertig zu werden, die sich Ihnen bieten“ rät Schäfermeier. Wenn man als Trader gelernt hat, flexibel auf Widerstände zu reagieren, werden neue unbekannte Hindernisse keine Probleme bereiten, weil das Zutrauen erworben wurde, Möglichkeiten zu finden mit jedem Hindernis fertig zu werden.

Abschließend meint Schäfermeier „Das Erreichen unserer Ziele ist immer ein Mix aus Erfolg und Versagen. Deshalb dürfen Sie sich nicht fürchten zu versagen oder Verluste zu machen nur so können Sie gewinnen!“

Mittwoch, 1. September 2010

Marktanalyse

Wirtschafts News


USD - Dollar schwächer trotz positivem US-Verbrauchervertrauen

Am gestrigen Dienstag gab der USD im Laufe des Handelstages gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Gegen den Euro wertete die US-Währung insgesamt um nahezu 100 Punkte ab, konnte sich jedoch bis Handelsschluss wieder stabilisieren. Weitere leichte Kursverluste verzeichnete der Dollar ebenfalls gegenüber dem Japanischen Yen.Ein Teil der gestern veröffentlichten US-Konjunkturdaten enttäuschte wie bereits in den vergangenen Wochen die Marktteilnehmer. Der Einkaufsmanagerindex in der Region Chicago fiel mit 56,7 Punkten schwächer aus, als erwartet. Experten hatten mit einem Indexstand von 57,7 gerechnet. Wieder hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Großraum Chicago also eingetrübt. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex gilt am Markt als Indikator für den nationalen Einkaufsmanagerindex ISM. Dieser wird am heutigen Mittwoch veröffentlicht. Überraschend positiv wiederum fiel das Ergebnis zum Verbrauchervertrauen des Conference Board aus. Der entsprechende Index wurde mit 53,5 Zählern ausgegeben, während Analysten einen Indexstand von lediglich 51 Punkten prognostiziert hatten. Der Indikator spielt eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil in den USA fast 70% des BIP vom Privatkonsum abhängen. Entsprechend den Angaben des Forschungsinstitut Conference Board hat sich die Stimmung unter den US-Verbrauchern somit im August überraschend deutlich aufgehellt.Heute stehen einige marktbewegende Konjunkturindikatoren aus der US-Wirtschaft zur Veröffentlichung aus. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei dem ADP-Arbeitsmarktbericht (August) für die Beschäftigung im privaten Sektor geschenkt werden, der als Vorbote des NFP-Arbeitsmarktberichts am Freitag gilt. Laut Prognose sollen im Monat August 17.000 neue Stellen im privaten Sektor geschaffen worden sein. Möglicherweise kann der US-Dollar einen Teil seiner gestern verzeichneten Kursverluste gegenüber Euro und Yen heute ausgleichen.


EUR - lobale Positiv-Konjunkturdaten stärken Euro

Der EUR wertete gestern gegenüber einigen Hauptwährungen auf. EUR/USD zog in der ersten Tageshälfte um über 100 Punkte in Richtung 1,2740-Marke an, beendete den Handelstag jedoch letztendlich bei 1,2685. Auch zum Britischen Pfund Sterling machte die europäische Gemeinschaftswährung fast 100 Zähler gut. Zum Japanischen Yen kletterte der Euro zwischenzeitlich um rund 50 Punkte gen Norden.Größtenteils positive makroökonomischer Daten, sowohl aus den USA, als auch aus dem Euroraum, hätten die allgemeine Sorge am Markt um die sich abkühlende Wirtschaftsaktivität und die negativen konjunkturellen Aussichten weltweit gemindert, so Händler. Dabei hob unter anderem die positive Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland die Stimmung der Anleger. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 17.000 auf unter 3,2 Mio. gesunken. Dies ist der niedrigste Stand, der seit November 2008 von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wurde. Ferner sorgte der positiv ausgefallene Index zum US-Verbrauchervertrauen mit 53,5 Punkten für eine bessere Stimmung an den Finanzmärkten. Darüber hinaus signalisierten vorläufige Zahlen zum Europäischen Verbraucherpreisindex, dass die Inflation entsprechend den Erwartungen der Experten um 1,6% gestiegen ist. Dies teilte die Statistikbehörde Eurostat gestern mit. Im Juli hatte die jährliche Inflationsrate noch 1,7% betragen. Die volatilen Bewegungen beim Währungspaar EUR/USD sind ein eindeutiges Zeichen für die gegenwärtige Unsicherheit der Marktteilnehmer in Hinsicht auf die globale Konjunkturentwicklung. Aktuell kann sich das Paar im Bereich 1,27 stabilisieren. Von einer positiven Stimmung am Markt kann die europäische Einheitswährung letztendlich nur profitieren.Wichtigster Indikator aus der Eurozone heute ist der deutsche Einzelhandelsumsatz für den Monat Juli (saisonbereinigt), der bereits am Morgen um 8:00 Uhr ausgegeben wurde. Nach Angaben des Statistischen Bundesamt ist der Einzelhandelsumsatz in Deutschland im Juli im Vormonatsvergleich um 0,3% gesunken. Analysten hatten einen Anstieg um 0,5% erwartet.


JPY - JPY wertet weiterhin gegen Hauptwährungen auf

Am gestrigen Dienstag wertete Japans Yen wieder gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Zum Pfund Sterling konnte ein Kursgewinn von ungefähr 140 Punkten beobachtet werden. Fast 90 Punkte machte der Yen im frühen Handel gegen den US-Dollar gut.Positive Konjunkturdaten aus Japan verliehen der Inselstaatwährung am Dienstag zusätzlichen Auftrieb. Dabei stieg der Index „Average Cash Earning“, der die Veränderung des Gesamtwertes Erwerbseinkommen japanischer Arbeitnehmern misst, im Juli um 1,3% und lag somit deutlich über den Erwartung der Volkswirte von 0,9%. Darüber hinaus wurde der Index der Baubeginne für neue Wohnhäuser im Juli mit 4,3% ausgegeben. Hier hatten Experten mit einem Anstieg von lediglich 2,5% gerechnet. Die Daten deuten auf eine Expansion der wirtschaftlichen Tätigkeit in Japan, was den JPY weiter stützt.Auf Japans Wirtschaftsagenda stehen für heute keine kursbewegenden Indizes. Einfluss auf den Yen-Handel nehmen am Mittwoch voraussichtlich Fundamentaldaten aus den USA sowie Entwicklungen an den US-amerikanischen und japanischen Börsen. Im Hinterkopf ist zu behalten, dass eine Risikobereitschaft der Investoren in der Regel eine Abwertung des Yen zur Folge hat.


Technische News

EUR/USD

Die Tages-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass der Slow Stochastic aufwärts kreuzt und somit signalisiert, dass sich innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens eine Aufwärtskorrektur ergeben könnte. Eine gute Strategie könnte also lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald der Preis nach oben bricht.


GBP/USD

Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart liefert uns verschiedene Hinweise. Auch die Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Währungspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.


USD/JPY

Aktuell scheint sich der Preis dieses Paares im überkauften Bereich des RSI auf der Stunden- und Tages-Chart zu bewegen. Dies kann als Zeichen für Abwärtsdruck gedeutet werden. Der Slow Stochastic der Tages- und 4-Stunden-Chart kreuzt abwärts. Die nächste Bewegung scheint eine rückläufige zu sein. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.


USD/CHF

Auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic, dass sich eine Kurskorrektur nach oben bereits ankündigt. Die steigende Tendenz des Wochen-Chart-Momentums bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.


NZD/JPY

Nach den jüngsten Aufwärtstendenzen dieses Paares signalisieren viele Indikatoren mittlerweile Abwärtskorrekturen für NZD/JPY. Der RSI der Stunden- und 4-Stunden-Chart hat in den überkauften Bereich gedreht. Der Slow Stochastic derselben Charts kreuzt abwärts, was eine unmittelbar bevorstehende Kurskorrektur nach unten vermuten lässt. Forex -Anleger könnten von diesem sich ankündigendem Trend profitieren, indem sie jetzt verkaufen bis NZD/JPY ein stabileres Preislevel erreicht.

Montag, 30. August 2010

Marktanalyse

Wirtschafts News

USD - USD wertet vor NFP-Woche langsam auf

Die Aufwärtstendenzen des US-Dollar gegenüber Hauptwährungen in der vergangenen Woche trafen zunehmend auf Widerstand. EUR/USD fiel am Freitag bis auf ein Tagestief bei 1,2600, handelt heute Morgen jedoch bereits wieder um die Marke von 1,2745. Das Währungspaar GBP/USD markierte ebenfalls einen Tiefstand bei 1,5390 und erholt sich in den frühen Morgenstunden am Montag bis auf 1,5545.Händler verweisen auf die wiederauflebende Risikoaversion am Markt als Beweggrund für die jüngste USD-Aufwertung. Nach wie vor steht die Konjunkturerholung in den USA auf wackeligen Beinen. Wiederholt enttäuschen US-Konjunkturindizes, die auf einen langsameren konjunkturellen Aufschwung in den Vereinigten Staaten deuten, als bislang erwartet. Viele Marktteilnehmer verlagern ihre Investitionen auf Safe-Havens wie den USD und kehren gewinnträchtigen, risikoreichen Anlagen den Rücken.Die anstehende Handelswoche könnte sich für den USD als ausschlaggebend herausstellen. Die Ausgabe der US-Arbeitsmarktdaten NFP am kommenden Freitag liefert Händlern womöglich eindeutigere Hinweise zur aktuellen Lage der US-amerikanischen Konjunktur. Die heute um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden Persönlichen Ausgaben und Einkommen für Juli kann Anlegern bereits erste Anhaltspunkte bezüglich der Wachstumsaussichten in den USA bringen.


EUR - EUR auf Gewinnkurs - Märkte warten auf deutlichere Marschrichtung

Der EUR bleibt seinen Abwärtstendenzen gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen, mit Ausnahme des Japanischen Yen, treu. Die Abkehr von Risikoanlagen belastete auch in der vergangenen Woche den Euro, während Risikoaversion erneut im Mittelpunkt des Handelsgeschehens stand. Das Cross EUR/USD, das aktuell um die Marke von 1,2745 handelt, konnte jedoch seit letztem Freitag etwas an Boden gewinnen. EUR/GBP wiederum notiert bei 0,8200 und gab somit in den letzten Handelstagen leicht nach.Schuldensorgen und Kreditkrise plagen anhaltend den europäischen Raum. Trotz der schleppenden Konjunkturerholung in den USA, stufen viele Händler die Währung der Eurozone als zu risikoreich ein. Entsprechend verzeichnet die europäische Gemeinschaftswährung kontinuierlich Verluste. Angesichts der angekündigten währungspolitischen Maßnahmen in Japan und der Hoffnung auf eine Fortsetzung des jüngst positiven Trends am US-Arbeitsmarkt, könnte jedoch neuer Risikoappetit am Markt aufkommen.Einen Großteil der heute zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturindikatoren liefern die USA, während Großbritannien dem Wirtschaftskalender aufgrund eines Feiertages fernbleibt. Starke Kursbewegungen der Hauptwährungen werden in den nächsten Tagen nicht prognostiziert. Marktbewegende Indizes werden für Mittwoch und Freitag erwartet. Damit ergeben sich heute schwache Handelsbedingungen bei einem eher dünnen Handel, die voraussichtlich zu einem gemäßigten Preisverhalten führen.


JPY - Weitere Lockerungsmaßnahmen der Bank of Japan zur Yen-Abwertung

Erneut steht der Japanische Yen aufgrund seiner zuletzt starken Aufwertung im Zentrum des Devisenhandels. Am Montag kündigte die Bank of Japan (BOJ) schließlich weitere Lockerungsmaßnahmen an. Bei ihrer Dringlichkeitssitzung heute Morgen haben die japanischen Währungshüter beschlossen, ihre Geldpolitik wieder zu lockern. Das Paar USD/JPY erprobte in den vergangenen Wochen fast täglich neue Tiefstände. Die Yen-Aufwertung ist kaum zu stoppen. Zunächst hat die Börse in Tokio mit deutlichen Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Ob der Höhenflug des JPY mithilfe der weiteren zehn Billionen Yen, die die Zentralbank in die Märkte pumpen will, aufzuhalten ist, bleibt abzuwarten. Die japanische Regierung soll im Laufe des Handelstages weitere Gespräche zum Thema Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur führen.


Technische News


EUR/USD

Eine Vielzahl der technischen Indikatoren zeigt EUR/USD im überkauften Bereich an. Möglicherweise setzt noch heute eine Kurskorrektur nach unten ein. Der RSI der 4-Stunden-Chart nähert sich langsam der oberen Widerstandslinie, während die Williams Percent Range der 8-Stunden-Chart sich bei -20 eingefunden hat. Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.


GBP/USD

Ein Großteil der technischen Indikatoren zeigt das Paar aktuell in neutralen Bereichen an. Entsprechend werden für GBP/USD heute keine größeren Bewegungen erwartet. Der RSI der 8-Stunden-Chart gibt das Paar jedoch im überkauften Bereich aus. Eine Kurskorrektur nach unten wäre möglich. Anleger sollten hier weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.


USD/JPY

Bei diesem Paar deuten einige technische Indikatoren darauf hin, dass sich USD/JPY mittlerweile im überkauften Bereich eingefunden hat. Eine Kurskorrektur nach unten könnte im weiteren Handelsverlauf zu beobachten sein. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart, der bereits über die obere Widerstandslinie kreuzt, bestätigt dies. RSI und Williams Percent Range der 8-Stunden-Chart verdeutlichen ebenfalls, dass USD/JPY klar überverkauft ist. Heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen, könnte auch bei diesem Paar eine gute Strategie sein.


USD/CHF

Die technischen Indikatoren dieses Paares zeigen, dass der Preis für USD/CHF in den überverkauften Bereich gedreht hat. Eine Kurskorrektur nach oben ist für heute wahrscheinlich. Während der MACD der 8-Stunden-Chart abwärts kreuzt, bewegt sich der Relative Strength Index der Tages-Chart aktuell entlang der unteren Unterstützung. Kaufen könnte bei USD/CHF heute von Vorteil sein.

Dienstag, 24. August 2010

Euro gegenüber US- Dollar


Abwärtsbewegung geht noch weiter bis ...

Rückblick: EUR/USD markierte im November 2009 ein Hoch bei 1,5144 USD. Danach wurde das Währungspaar massiv abverkauft. Bis Anfang Juni 2010 fiel das Währungspaar auf ein Tief bei 1,1876 USD ab.

Von dort aus erholte sich das Währungspaar in einer mehrwöchigen Aufwärtsbewegung. Es zog auf 1,3332 USD an. Diese Bewegung erfolgte in einem Trendkanal. Am 06. August 2010 notierte EUR/USD mit dem Hoch bei 1,3332 USD sogar minimal über der Trendkanaloberkante. Seitdem wird das Währungspaar aber wieder deutlich abverkauft.

In der letzten Wochen kam es zu einer kurzfristigen Stabilisierung am Aufwärtstrend seit Juni, aber am Freitag durchbrach EUR/USD den Aufwärtstrend seit Juni und fiel auf die Unterstützung bei 1,2671 USD zurück.

Charttechnischer Ausblick: Kurzfristig kann sich EUR/USD zwar in Richtung 1,2850 USD erholen, aber danach muss mit einem Rückfall auf 1,2467 USD gerechnet werden.

Sollte aber EUR/USD zügig und daher unerwartet über 1,2850 USD zurückkehren, dann wäre ein Anstieg gen 1,3332 USD denkbar.

US-Dollar gegenüber Schweizer Franken


US - Dollar in Franken – Abwärtspotential noch nicht ausgereizt, Ziel bei …

n dieser charttechnischen Besprechung betrachten wir den US-Dollar (USD) gegenüber dem Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar wird hier in Franken gehandelt. D.h. steigt das Währungspaar USD/CHF, wertet der US-Dollar auf. Umkehrt kann man sagen: Der Franken wertet dann ab.

Rückblick: Das Währungspaar USD/CHF fiel März 2008 auf ein Tief bei 0,9614 CHF zurück. Seit diesem Tief bewegt sich USD/CHF volatil seitwärts und zwar in einem symmetrischen Dreieck. Im April 2010 notierte das Währungspaar in der Spitze bei 1,1724 CHF. Seitdem befindet sich der USD/CHF in einer Abwärtsbewegung innerhalb des Dreiecks. Zunächst musste der Dollar starke Verluste einstecken. In den letzten Wochen hat sich die Abwärtsbewegung aber bereits deutlich verlangsamt. Denn USD/CHF läuft in einem relativ flachen Kanal abwärts.

Die Unterkante dieses Kanals liegt aktuell bei 1,0305 CHF, die Unterkante des Dreiecks bei 1,0067 CHF. Widerstand bietet kurzfristig vor allem die Trendkanaloberkante bei aktuell 1,0592 CHF

Charttechnischer Ausblick: Gelingt USD/CHF ein Ausbruch auf Wochenschlusskursbasis über 1,00592 CHF dann könnte eine Aufwärtsbewegung in Richtung der Dreiecksoberkante starten.

USD/CHF könnte dann in Richtung 1,1400 - 1,1500 CHF ansteigen. Solange aber ein solcher Ausbruch noch fehlt, muss mit einer weiteren Abwärtsbewegung in Richtung 1,0067 CHF, also an die Unterkante des Dreiecks gerechnet werden.

Montag, 23. August 2010

Marktanalyse

Wirtschafts News


USD - Schlechte Konjunkturdaten treiben USD-Handel an

Der USD wertete am Donnerstag angesichts enttäuschender US-Konjunkturdaten und der schlechten globalen Marktstimmung gegen weitere Hauptwährungen auf. Während Aktienkurse und höher verzinste Währungen Federn lassen mussten, brachte das derzeit fehlende Anlegervertrauen Safen-Hafen-Währung wie USD und JPY Auftrieb. Die Datenveröffentlichungen des Tages verstärkten die generellen Konjunktursorgen erneut. Der US-Aktienmarkt schloss am gestrigen Donnerstag schwach. Marktbeobachter befürchten eine Deflation in den USA. An globales Wirtschaftswachstum gebundene Währungen wie Australischer, Neuseeländischer und Kanadischer Dollar gaben im Laufe des Handelstages nach. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche wieder angestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Antragssteller überraschend auf 500.000. Experten hatten 478.000 Anträge erwartet. Damit kletterte der Indikator auf den höchsten Stand seit November 2009. Des Weiteren enttäuschte der Philadelphia-Fed-Index die Märkte und sackte mit -7,7 im August deutlich in den negativen Bereich ab. Hier hatten Analysten mit einem Indexstand von 7,0 gerechnet, nachdem sich das letzte Ergebnis auf 5,1 belief.Der US-Arbeitsmarkt macht den USA verstärkt zu schaffen und eine Abschwächung der konjunkturellen Erholung in Amerika wird von den Konjunkturdaten wiederholt bestätigt.Heute werden keine Datenveröffentlichungen aus den USA erwartet. Entsprechend steht der USD-Handel verstärkt unter dem Einfluss der Entwicklungen an den Aktienmärkten.


EUR - EUR verliert aufgrund Sorgen um lahmendes Wirtschaftswachstum

In der Eurozone herrscht die Sorge um die Staatsverschuldung einiger Mitgliedsstaaten vor, während auch die Anspannung an den US-Märkten wächst. Die Verunsicherung der Marktteilnehmer in Bezug auf die künftige konjunkturelle Entwicklung verstärkt sich spürbar. Zu später Handelsstunde am Donnerstag wurde der EUR bei $1,2820 von zuvor $1,2860 am Mittwoch sowie bei Y109,45 von zuvor Y109,87 gehandelt. Das Pfund Sterling schloss nahezu unverändert bei $1,5606 von zuvor $1,5605. Großbritanniens Währung rutschte heute Morgen bis unter die Marke von $1,5600 und notiert aktuell bei $1,5885.Auch die europäischen Börsen-Indizes sackten gestern deutlich ab. Börsianer verweisen hier ebenfalls auf die Angst vor weiteren Staatspleiten im Euroraum als Beweggrund. Die negativen Konjunkturdaten der letzten Woche verstärken den Druck auf die europäische Gemeinschaftswährung.


JPY - Gesteigertes Interesse an sicheren Anlagen stützt JPY

Bis auf ein neues 7-Wochenhoch kletterte der Japanische Yen gegenüber dem Euro angesichts des steckengebliebenen globalen Konjunkturaufschwungs, der die Nachfrage nach der verhältnismäßig „sicheren“ japanischen Währung antreibt. Überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten sowie das enttäuschende Ergebnis zum Philadelphia-Fed-Index gebot der Risikobereitschaft am Markt gestern zum wiederholten Male Einhalt. Der japanische Yen kletterte im asiatischen Handel heute Morgen bis auf 109,09 pro EUR. In New York schloss die Inselstaatwährung gestern noch bei 109,49, nachdem das Tageshoch mit 109,02 ausgegeben wurde, dem höchsten Niveau seit dem 1. Juli. Zum USD handelt der JPY aktuell bei 85,24, von zuvor 85,39.Am Markt halten die Spekulationen über mögliche Interventionen zur Begrenzung einer weiteren Konjunkturabschwächung in Japan seitens der Japanischen Notenbank an. Japans Wirtschaft ist stark von Export abhängig, der wiederum von einer schwachen Landeswährung profitiert. Die derzeit starke Währung senkt bei Rückführung den Wert der Auslandsumsätze japanischer Unternehmen.



Technische News


EUR/USD

Dieses Währungspaar bewegt sich jüngst seitwärts innerhalb einer Spanne zwischen 1,2775 - 1,2900 und notiert aktuell knapp oberhalb des unteren Niveaus. Entsprechend der Kursschwankungen deuten die Indikatoren des Währungspaares auf eine nächste Aufwärtsbewegung für EUR/USD. Sowohl der Stunden- als auch Tages-RSI zeigt das Währungspaar im überverkauften Bereich an. Kaufen könnte eine gute Wahl für heute sein.


GBP/USD

Dieses Paar unterliegt Kursschwankungen zwischen 1,5525 - 1,5675 und notiert aktuell in der Mitte der Handelsspanne. Ein Großteil der Indikatoren signalisiert, dass die nächste Kursbewegung bei GBP/USD eine aufwärts gerichtete sein könnte. Der RSI der Stunden- und 4-Stunden-Chart gibt den Preis im überverkauften Bereich an. Auf der Tages-Chart lässt sich außerdem erkennen, dass der Slow Stochastic aufwärts kreuzt. Kaufen könnte auch hier die richtige Entscheidung für heute sein.


USD/JPY

Dieses Paar handelt bereits seit Anfang Mai innerhalb einer rückläufigen Handelsspanne. Der Trend wird sich laut Indikatoren voraussichtlich so schnell nicht verändern. Dennoch scheint der Slow Stochastic der Wochen-Chart mittlerweile aufwärts zu kreuzen. Langfristig könnten also Aufwärtsdruck und die Möglichkeit zu einer Kurskorrektur bestehen. Die übrigen Indikatoren für USD/JPY sind neutral ausgerichtet. Sich nach dem vorherrschenden Trend zu richten ist womöglich zunächst zu bevorzugen.


USD/CHF

Der Slow Stochastic scheint auf der Wochen-Chart aufwärts zu kreuzen und verdeutlicht, dass langfristig eine gemäßigte Kurskorrektur nach oben zu erwarten ist. Darüber hinaus bewegt sich der Preis im überverkauften Bereich des RSI sowohl auf der 4-Stunden- als auch auf der Wochen-Chart, was vorgenannte Annahme bestätigt. Eine gute Taktik könnte lauten: Den sich ankündigenden Aufwärtstrend abwarten, um anschließend auf steigende Kurse zu setzen.

Donnerstag, 19. August 2010

Marktanalyse

Wirtschafts News

USD - Dollar erholt gegenüber Yen und gewinnt gegen EUR und GBP

Der jüngste Ausverkauf des USD setzte sich am gestrigen Mittwoch fort. Händler nutzten den Greenback erneut als Fluchtwährung. Nachdem das Währungspaar USD/JPY in den letzten 24 Stunden um nahezu 30 Punkte aufwertete, notiert das Cross aktuell bei 85,50. Auch gegenüber EUR und GBP verbuchte die US-Währung zur Wochenmitte solide Gewinne. EUR/USD wertet seit Handelsbeginn gestern um insgesamt 50 Punkte, GBP/USD um nahezu 30 Punkte ab. Die Spekulationen am Markt um eine künftige Intervention seitens der Bank of Japan (BoJ) aufgrund der zuletzt deutlichen JPY-Aufwertung verstärken sich. Der extreme Wertzuwachs des JPY bringt das auf den Export basierende Wirtschaftssystem kräftig ins Schleudern. Am heutigen Donnerstag könnte die US-Währung mit Unterstützung der zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturindikatoren erneut aufwerten, so Händler. Um 14:30 Uhr wird aus den USA die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der vergangenen Woche ausgegeben. Experten erwarten einen Rückgang auf 478.000 nachdem zuvor 484.000 Anträge gemeldet wurden. Um 16:00 Uhr wird der Philadelphia Fed Index für August veröffentlicht. Hier liegen die Prognosen bei 7,0 Punkten, nach 5,1 Zählern im Juli.Sollten die Ergebnisse der Indizes wie erwartet ausfallen, könnte der USD zusätzlichen Auftrieb erfahren.


EUR - Euro verliert gegen GBP und CAD

Der Euro verzeichnete im Overnight-Geschäft überwiegend Kursverluste gegen übrige Hauptwährungen. Der Anstieg bei Währungen wie GBP und CAD wurde von positiven Konjunkturimpulsen ausgelöst. Die Bank of England bestätigte in einen Statement, dass zunächst keine Lockerung der Geldpolitik geplant ist. In Kandada hat das Übernahmeangebot für das kanadische Unternehmen Potash den CAD beflügelt. Bis Handelsschluss rutschte EUR/GBP um 50 Punkte südwärts, während EUR/CAD um dramatische 100 Punkte abwertete.Händler gehen am heutigen Donnerstag von weiteren Abwärtstendenzen beim Euro aus, der sich primär auf einen Mangel an Konjunkturdaten aus dem Euroraum zurückführen lässt. Das Thema europäische Schuldenkrise bleibt unverändert eines der Sorgenkinder der Finanzmärkte. Händler sollten ihr Augenmerk heute auf die Datenveröffentlichungen aus den USA richten, die möglicherweise weitere Hinweise auf eine verlangsamte Konjunkturerholung geben.


JPY -Yen wertet trotz Interventionsgerüchten auf

Die Spekulationen am Markt um eine künftige Intervention seitens der Bank of Japan (BoJ) aufgrund der zuletzt deutlichen JPY-Aufwertung verstärken sich. Japans Wirtschaft hängt stark vom Export ab. Mit dem Wertzuwachs des Yen, nimmt die Attraktivität japanische Güter im Ausland ab. Bereits in den letzten Monaten wurde Japans Wirtschaft wiederholt vom extremen Wertzuwachs des JPY getroffen, der das auf den Export basierende Wirtschaftssystem kräftig ins Schleudern bringt. Im Overnight-Geschäft zeichneten sich heute Nacht leichte Aufwärtstendenzen für EUR/JPY ab. Das Cross wird aktuell bei 109,75 gehandelt. Ein ähnlicher Trend war für GBP/JPY auszumachen. In den letzten Handelsstunden kletterte dieses Paar um 60 Punkte auf die Marke von 133,40.Die kurzfristigen JPY-Tendenzen werden heute voraussichtlich von Konjunkturdaten aus den USA bestimmt werden. Sowohl der japanische Yen als auch der USD gelten als Safe-Haven-Währung, die tendenziell abwerten, sobald sich die Risikoaversion am Markt abschwächt. Behält das übergeordnete Anlegerverhalten der letzten Tage seine Gültigkeit, werden Händler Risikowährungen voraussichtlich weiterhin den Rücken kehren.


Technische News

EUR/USD

Die kurzfristige zinsbullische Handelsspanne dieses Paares scheint gebrochen, während ein Großteil der Indikatoren Kurskorrekturen signalisiert. Auf der Tages- und Stunden-Chart schwankt der RSI jeweils im überverkauften Bereich. Der Slow Stochastic der Tages-Chart klettert nach dem letzten Aufwärtskreuzen weiter gen Norden. Alle Zeichen sprechen für eine Aufwärtskorrektur bei EUR/USD. Heute auf steigende Kurse zu setzen, könnte die zu bevorzugende Strategie sein.


GBP/USD

Dieses Paar bewegt sich weiterhin innerhalb seiner kurzfristigen bärischen Handelsspanne. Die Signale für künftige Tendenzen sind im Moment nicht eindeutig. Der RSI der Tages-Chart hat jüngst in den überverkauften Bereich gedreht und bewegt sich weiterhin südwärts. Der Slow Stochastic der Tages-Chart kreuzt mittlerweile aufwärts. GBP/USD scheint an seinem rückläufige Momentum festzuhalten, zu dem sich jedoch jederzeit eine Trendwende einstellen könnte. Hier ist es womöglich von Vorteil, den Umschwung abzuwarten und anschließend auf steigende Kurse zu setzen.


USD/JPY

Der bereits lang anhaltende Abwärtstrend bei USD/JPY setzt sich fort. Bei den technischen Indikatoren lassen sich keine Anzeichen für eine Veränderung der Bewegung erkennen. Auf der Stunden-Chart zeigt der RSI den Preis im überkauften Bereich an. Auf der 4-Stunden-Chart könnte der Slow Stochastic in Kürze abwärts kreuzen. Verkaufen bleibt womöglich weiterhin die richtige Entscheidung bei USD/JPY.


USD/CHF

Dieses Paar schwankt nach wie vor innerhalb einer engen Handelsspanne und scheint sich um 1,0450 zu konsolidieren. Kurzfristige Indikatoren unterstützen dabei eine künftige Abwärtsbewegung, während RSI und Slow Stochastic der Wochen-Chart kommende Aufwärtstendenzen bestätigen. Jedoch nimmt das Moment ab, beginnt einen Boden auszubilden und aufwärts in Richtung Nulllinie zu tendieren. Sollte es die Nulllinie überwinden, wäre damit ein eindeutiges Kaufsignal gegeben und somit auf steigende Kurse zu setzen, die richtige Entscheidung.

Mittwoch, 18. August 2010

Marktanalyse

Wirtschafts News


USD - Dollar gibt gegen EUR nach

Schwache Konjunkturdaten belasteten am gestrigen Dienstag abermals den Greenback. Der Euro handelte gegenüber dem US-Dollar im Tagesverlauf fester. Die europäischen Börsen lagen bei Handelsschluss in der Gewinnzone. Auch die Stimmung an der Wall Street war trotz enttäuschender US-Konjunkturdaten verhältnismäßig gut.Die Zahl der Baugenehmigungen in den USA ist im Juli um 3,1% gegenüber dem Vormonat zurückgegangen, während Experten einen Anstieg um 2,1% erwartet hatten. Die Zahl der US-Baubeginne für Juli wurde mit 546.000 ausgegeben. Die Prognose lag hier bei einem Anstieg auf 560.000, nach 549.000 im Vormonat.Positive Impulse lieferte jedoch die Kernrate der Erzeugerpreise, die um 0,3% gestiegen ist, während Analysten mit einem Anstieg um lediglich 0,1% gerechnet hatten. In der Folge war die Nachfrage nach als vergleichsweise sichere Anlage geltenden US-Anleihen gedämpft. Außer den um 16:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Rohöllagerbeständen des US-Energieministeriums bleibt es aus USD-Konjunkturdatensicht heute ruhig. Händler sollten die US-Aktienmärkte aufmerksam verfolgen, da der Dollar jüngst in inverser Beziehung zu den Bewegungen an den Aktienmärkten zu stehen scheint. Abzuwarten bleibt, ob sich EUR/USD heute erneut seinem nächsten Widerstand bei 1,3000 nähert.


EUR - Käufe spanischer und irischer Staatsanleihen stützen EUR

Die europäische Gemeinschaftswährung EUR wertete gestern gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen auf, nachdem positiv verlaufene Auktionen spanischer und irischer Staatsanleihen am Dienstag auf gute Aufnahmen trafen und die Märkte beruhigten. Zu Handelsschluss wurde der EUR zum USD fester gehandelt. EUR/USD notierte bei 1,2890 und erholte sich bis auf 109,95 von seinem 7-Wochentief gegenüber dem Japanischen Yen.Die europäische Gemeinschaftswährung konnte sich jedoch nicht über der Marke von $1,29 halten. Nach wie vor machen die hohen Staatsschulden der Euroländer vielen Händlern Sorgen. Der Index der ZEW-Konjunkturerwartungen ging im August von 21,2 Zählern im Vormonat auf 14 Punkte zurück, so das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim.Trotz negativem Ausblick fiel die Bewertung der aktuellen Konjunkturlage in Deutschland im August deutlich besser aus. Der entsprechende Indikator kletterte um 29,7 Zähler auf 44,3 Punkte.


JPY - Uneinheitlicher Handel für Yen gegenüber Hauptwährungen

Der Yen schloss am gestrigen Handelstag uneinheitlich gegenüber übrigen Hauptwährungen. Dabei blieb Japans Währung überwiegend unverändert gegenüber dem CHF und notierte hier um die Marke von 81,95. Einen Gewinnzuwachs verbuchte der JPY gegen den GBP. Hier kletterte der Yen um 50 Punkte auf 133,30. Mittlerweile zieht die japanische Regierung neue Hilfsprogramme zur Stützung der Konjunktur des Inselstaats in Erwägung, so Ministerpräsident Naoto Kan am Dienstag. Der jüngste Anstieg des Yen belastet den Außenhandel stark. USD/JPY markierte sein Hoch am Mittwoch bei 85,58, während das Währungspaar sein Tief bei 85,32 im weiteren Handelsverlauf erreichte.


Technische News

EUR/USD

Nach den Aufwärtstendenzen der Vortage handelte EUR/USD gestern in einer sehr engen Spanne zwischen $1,2802 und $1,2915. Die Stunden-Chart verdeutlicht, dass ein Brechen der unteren Bollinger Bands möglich ist, während sich der RSI der Tages-Chart dem überverkauften Bereich nähert. Bei EUR/USD könnte es heute eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.


GBP/USD

Für GBP/USD könnte sich noch heute eine Kurskorrektur nach oben ergeben. Hinweise dafür gibt der im überverkauften Bereich schwankende RSI auf der 2-Stunden- und Tages-Chart sowie der Slow Stochastic der 4-Stunden- und Tages-Chart, der aufwärts kreuzt. Darüber hinaus befindet sich der MACD im unteren Bereich auf der Stunden- und 8-Stunden-Chart. Auch bei GBP/USD könnte kaufen heute ein guter Tipp sein.


USD/JPY

Dieses Währungspaar unterliegt aktuell Kursschwankungen zwischen 85,20 und 85,60, während ein Großteil der Indikatoren im neutralen Bereich schwankt. Anleger sollten deutlichere Signale abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.


USD/CHF

Die Indikatoren für USD/CHF liefern aktuell unterschiedliche Signale. Das Währungspaar unterliegt starken Kursschwankungen. Der Slow Stochastic kreuzt abwärts auf der 4-Stunden-Chart, während sich der RSI auf der 4- und 8-Stunden-Chart auf den überverkauften Bereich zubewegt. Bei USD/CHF kann es ebenfalls eine gute Wahl sein, zunächst auf klare Hinweise zu warten.

Dienstag, 17. August 2010

US-Dollar gegenüber japanischem Yen


US - Dollar in japanischen Yen – Erholung deutet sich an, wie weit ...?

In dieser charttechnischen Besprechung betrachten wir den US-Dollar (USD) gegenüber dem japanischen Yen (JPY). Der US-Dollar wird hier in Yen gehandelt. D.h. steigt das Währungspaar USD/JPY, wertet der US-Dollar auf. Umkehrt kann man sagen: Der Yen wertet dann ab.

Rückblick: Der US-Dollar stand in den letzten Wochen gegenüber dem japanischem Yen. Im November 2009 fiel der Wert auf ein Tief bei 84,80 JPY zurück. Von dort aus erholte sich der Wert auf 95,00 JPY. Seit diesem Hoch von Anfang Mai fällt USD/JPY wieder zurück. In der letzten Woche setzte das Währungspaar auf der Unterstützung bei 84,80 JPY auf. Dort bildete sich eine potentielle bullische Reversalkerze aus. Diese Kerze könnte nun als Grundlage einer mehrwöchigen Erholung dienen. Widerstand bietet nun vor allem der Abwärtstrend seit Juli 2007, der aktuell bei 92,53 JPY liegt.

Unterhalb von 84,80 JPY liegt bei 83,00 JPY eine untere Pullbacklinie. Diese sollte Unterstützung bieten.

Charttechnischer Ausblick: In den nächsten Tagen und Wochen könnte USD/JPY nun deutlich anziehen. Eine Rally in Richtung 90,00 - 92,50 JPY ist möglich, falls es schnell zu Anschlusskäufen kommt. Sollte USD/JPY aber per Wochenschlusskurs abfallen, droht ein weiterer Rückfall auf ca. 83,00 JPY

Euro gegenüber japanischem Yen


Euro in japanischen Yen - Weiter Verkaufswelle droht

In dieser charttechnischen Besprechung betrachten wir den Euro (EUR) gegenüber dem japanischen (JPY) Yen. Der Euro wird hier in Yen gehandelt, d.h. steigt das Währungspaar EUR/JPY, wertet der Yen ab. Umkehrt kann man sagen: Der Euro wertet dann auf.

Rückblick: Seit Juli 2008 befindet sich EUR/JPY in einer intakten Abwärtbsewegung. Im Rahmen dieser Bewegung fiel das Währungspaar von 169,96 JPY zunächst auf 112,07 JPY im Januar 2009 ab. Von dort aus startete eine Erholung auf 133,19 JYP, die im Juni 2009 in eine Seitwärtsbewegung mündete. Mit dem Rückfall unter 127,05 JPY kam es im Januar 2010 zu einem erneuten mittelfristigen Verkaufssignal. Dieses Signal wurde dann auch in einer Abwärtsbewegung auf 107,30 JPY auch umgesetzt.

Von dort aus erholte sich EUR/JPY zwar etwas. Auf immerhin 114,71 JPY zog das Währungspaar auch an, aber diese Erholung fand in einem bärischen Keil statt, den EUR/JPY in der letzten Woche mit einer langen schwarzen Kerze nach unten auflöste.

Charttechnischer Ausblick: In den nächsten Tagen und Wochen muss mit einer weiteren Abwertung in EUR/JPY gerechnet werden. Das Währungspaar sollte auf 107,30 JPY zurückfallen. Später könnte es sogar zu einer weitere Abwärtsbewegung bis knapp unter 100 JPY kommen. Erst ein Ausbruch über 11471 JYP auf Wochenschlusskursbasis würde das Chartbild stabilisieren. Dann wäre eine Erholung bis 119,67 und 127,05 JPY möglich.

Euro gegenüber dem britischem Pfund


Euro gegenüber dem britischem Pfund – Eurobullen haben es sehr schwer

In dieser charttechnischen Besprechung betrachten wir den Euro (EUR) gegenüber dem britischen Pfund (GBP). Der Euro wird hier in Pfund gehandelt, d.h. steigt das Währungspaar EUR/GBP, wertet der Euro auf. Umkehrt kann man sagen: Das Pfund wertet dann ab.

Rückblick: Der Euro befindet sich gegenüber dem britischen Pfund seit dem 30. Dezember 2008 nach einem Hoch bei 0,9807 GP in einer intakten Abwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Abwärtsbewegung fiel das Währungspaar unter den Aufwärtstrend seit September 2007 ab. Bis auf ein Tief bei 0,8138 GBP fiel das Währungspaar inzwischen ab.

Von dort aus erholte sich EUR/GBP zwar einige Tage auf 0,8533 GPB, aber dort kam bereits wieder Verkaufsdruck auf. Eine ganz kleine Erholung wurde zwar noch einmal nach dem Tief bei 0,8251 GBP eingestreut, aber auch dieses Tief wurde inzwischen durchbrochen.

Charttechnischer Ausblick: Der Euro sollte gegen über dem britischen Pfund in den nächsten Tagen und Wochen weiter an Wert verlieren. Abgaben bis 0,8138 GP oder sogar in Richtung 0,79 GBP sind wahrscheinlich.

Erst ein Ausbruch über 0,8533 GBP auf Tagesschlusskursbasis würde das Chartbild kurzfristig deutlich verbessern. Dann wäre eine weiter Erholung in Richtung 0,8871 - 0,9000 GBP möglich.